OQM: Fragen und Antworten aus der Forschung
Wie funktioniert OQM? Warum beginnt Entwicklung am Engpass? Und wie werden aus einem Profil sinnvolle Maßnahmen? Hier finden Sie verständliche Antworten zur Methodik und Verweise auf die zugrunde liegende Forschung.
11 Fragen
Herkunft
Woher stammt OQM?
OQM ging aus der Natürlichen Gemeindeentwicklung hervor. Wesely beschreibt die Übertragung der dort verwendeten Qualitätsmerkmale auf den Malteser Hilfsdienst als Geburtsstunde von OQM. Die Dissertation dokumentiert diese Entwicklung bis 2011.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten V-VI, 6-8Herkunft
Auf welcher internationalen Forschungsgrundlage baut OQM auf?
OQM baut auf der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NCD) auf. Wesely nennt für diese Grundlage bis 2011 mehr als 70 Länder und über 60.000 Profile. Die Übertragung der dort entwickelten Qualitätsmerkmale auf Organisationen bildet den Ausgangspunkt von OQM.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten V, 6Methode
Was bedeutet Minimumfaktor?
Der Minimumfaktor ist der am schwächsten ausgeprägte, für das Funktionieren wesentliche Qualitätsbereich. Die Dissertation empfiehlt, die Ursachen dieses Engpasses gemeinsam zu verstehen und Maßnahmen zuerst dort anzusetzen. Das Fass mit acht Dauben dient als Gesprächsbild, nicht als Naturgesetz für Organisationen.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 39-41Methode
Wie läuft der OQM-Kreislauf laut Dissertation ab?
Die sechs Schritte sind Vorbereitung, Profilerhebung, gemeinsame Besprechung der Ergebnisse, Ziel- und Maßnahmenwahl, Umsetzung und erneute Auswertung. Erst ein weiteres Profil zeigt, was sich verändert hat und welcher Engpass als Nächstes bearbeitet werden sollte.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 38-40Methode
Wozu dienen die sechs organischen Prinzipien?
Sie unterstützen die Auswahl und Überprüfung konkreter Verbesserungsmaßnahmen. Vernetzung, Multiplikation, Nachhaltigkeit, Funktionalität, Energieumwandlung und Symbiose lenken den Blick darauf, wie Veränderungen zusammenwirken und vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 20-38Methode
Wie wurden die acht Qualitätsmerkmale auf Organisationen übertragen?
Die Dissertation beschreibt, wie die acht Qualitätsmerkmale für unterschiedliche Organisationstypen weiterentwickelt wurden. Bezeichnungen und Fragen wurden an den jeweiligen Kontext angepasst. Die Arbeit dokumentiert unter anderem Fassungen für den Malteser Hilfsdienst und das Unternehmen juwi.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 11, 47-136Methode
Was meinte Wesely mit ganzheitlichen Teams?
Das OQM-Kapitel nennt fünf Bedingungen: klare Vision, sorgfältige Auswahl, gute Leitung, Gemeinschaft und gemeinsames Würdigen von Erfolgen. Gemeinsam bilden sie einen Rahmen für den Dialog über Zusammenarbeit: Haben wir eine gemeinsame Richtung, ergänzen sich unsere Stärken und unterstützen wir uns im Arbeitsalltag?
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 105-110Methode
Welche Rolle spielt Vertrauen bei OQM?
Vertrauen erleichtert es, Probleme offen anzusprechen, Rückmeldungen ernst zu nehmen und Verbesserungen gemeinsam umzusetzen. Im Arbeitsalltag wird es durch verlässliche Absprachen, nachvollziehbare Entscheidungen und den respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven gestärkt.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 119-121Evidenz
Was belegt die Dissertation zur Anonymität?
Sie berichtet, dass die beschriebene Befragung anonym angelegt war und Antworten nicht zu Personen zurückverfolgt werden sollten. Anonymität ist damit ein ausdrücklich benannter Bestandteil des OQM-Ansatzes in der Dissertation.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 10Evidenz
Welche Messgüte berichtet die Dissertation?
Für eine Fassung des Fragebogens um 2008 berichtet die Arbeit Reliabilitätskoeffizienten zwischen .82 und .94 für acht Skalen sowie Korrelationen mit weiteren Merkmalen. Tabelle 1 auf Seite 43 enthält die acht Werte mit ihren Originalbezeichnungen.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 42-45Evidenz
Ist eine Mitarbeiterbefragung ab 60 Prozent Beteiligung repräsentativ?
Nicht automatisch. Wesely gibt einen historischen Richtwert von Hossiep für interne Vergleiche wieder. Ob Ergebnisse heute tragfähig sind, hängt auch davon ab, welche Gruppen antworteten und wer fehlt. Die Dissertation betont außerdem, dass Ziele erklärt und Ergebnisse allen Beteiligten verständlich zurückgemeldet werden sollen.
Quelle: Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 39, 45-46Keine passende Frage gefunden.