Die OQM-Methode
Gesundes Wachstum folgt Prinzipien, die die Natur vormacht.
Sechs Prinzipien helfen, Veränderungen gut zu gestalten: Sie zeigen, wie Maßnahmen ineinandergreifen, wie gute Lösungen weitergegeben werden und wie Verbesserungen langfristig tragen.
Sechs organische Prinzipien
Jede Maßnahme prüfen wir an sechs Fragen.
Prinzip 1 von 6
Vernetzung
Prüffrage
Welche langfristigen Auswirkungen hat diese Entscheidung und Maßnahme – auch auf andere Bereiche?
- Aus der Natur
- Zieht man an einem Faden, bewegt sich das ganze Spinnennetz.
- Für Ihre Maßnahmen
- Bevor eine Maßnahme startet, klären Sie, wen sie außer dem eigenen Team noch betrifft und was sie in einem Jahr bewirkt haben soll.
Prinzip 2 von 6
Multiplikation
Prüffrage
Wie können Wissen und Fähigkeiten am besten in der Organisation multipliziert werden?
- Aus der Natur
- Eine Pusteblume trägt ihre Samen weit, und aus jedem kann Neues wachsen.
- Für Ihre Maßnahmen
- Gute Lösungen bleiben nicht in einem Team. Wer etwas gelernt hat, gibt es weiter, damit sich die Wirkung vervielfacht.
Prinzip 3 von 6
Nachhaltigkeit
Prüffrage
Speisen wir unsere Energie in einen sich selbst erhaltenden Kreislauf ein – oder verpufft sie, ohne nennenswerte Wirkung zu zeigen?
- Aus der Natur
- Laub wird zu Humus und nährt im nächsten Jahr den Baum.
- Für Ihre Maßnahmen
- Statt einmaliger Aktionen wählen Sie Maßnahmen, die sich selbst tragen, und prüfen mit der Nachmessung, ob sie wirken.
Prinzip 4 von 6
Funktionalität
Prüffrage
Erfüllt unser Angebot seinen ursprünglichen Zweck?
- Aus der Natur
- Jede Zelle der Wabe erfüllt ihren Zweck, mit so wenig Material wie möglich.
- Für Ihre Maßnahmen
- Abläufe, Meetings und Angebote müssen ihren Zweck erfüllen. Was das nicht tut, wird vereinfacht oder weggelassen.
Prinzip 5 von 6
Energieumwandlung
Prüffrage
Wie können vorhandene Kräfte so umgelenkt werden, dass sie dem Ziel dienen, langfristig hohe Qualität zu sichern?
- Aus der Natur
- Ein Vogel nutzt den Aufwind, statt gegen den Wind anzufliegen.
- Für Ihre Maßnahmen
- Auch Widerstand ist Energie. Lenken Sie vorhandenes Engagement und selbst Kritik in die Richtung, die Ihr Ziel voranbringt.
Prinzip 6 von 6
Symbiose
Prüffrage
Nutzen wir die unterschiedlichen Stärken in unserer Organisation so, dass alle etwas davon haben?
- Aus der Natur
- Schmetterling und Blüte: Beide haben etwas davon.
- Für Ihre Maßnahmen
- Unterschiedliche Stärken ergänzen sich. Gute Maßnahmen verbinden Teams so, dass jede Seite gewinnt.
Worauf die Methode aufbaut

Das Minimumgesetz
Was ein Organismus am wenigsten hat, begrenzt sein Wachstum. Deshalb sucht OQM den einen Engpass, statt an vielen Stellen gleichzeitig anzusetzen.
Mehr zum Engpass-Prinzip
Acht Faktoren
Was eine gesunde Organisation braucht, misst OQM in acht Faktoren mit je zehn Fragen – verglichen mit einer regelmäßig aktualisierten Landesnorm.
Die acht Faktoren ansehenForschung zur Methode
Stephan Weselys Dissertation von 2011 dokumentiert die Entwicklung von OQM, seine Qualitätsmerkmale und den dialogischen Verbesserungsprozess. Die Forschungsseite erschließt die Befunde und ordnet die Herkunft des Ansatzes ein.
Forschung und Herkunft entdeckenDie Originaldissertation lesenDrei Fragen zur Grundlage
Wozu dienen die sechs organischen Prinzipien?
Sie unterstützen die Auswahl und Überprüfung konkreter Verbesserungsmaßnahmen. Vernetzung, Multiplikation, Nachhaltigkeit, Funktionalität, Energieumwandlung und Symbiose lenken den Blick darauf, wie Veränderungen zusammenwirken und vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden.
Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 20-38Was bedeutet Minimumfaktor?
Der Minimumfaktor ist der am schwächsten ausgeprägte, für das Funktionieren wesentliche Qualitätsbereich. Die Dissertation empfiehlt, die Ursachen dieses Engpasses gemeinsam zu verstehen und Maßnahmen zuerst dort anzusetzen. Das Fass mit acht Dauben dient als Gesprächsbild, nicht als Naturgesetz für Organisationen.
Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 39-41Wie läuft der OQM-Kreislauf laut Dissertation ab?
Die sechs Schritte sind Vorbereitung, Profilerhebung, gemeinsame Besprechung der Ergebnisse, Ziel- und Maßnahmenwahl, Umsetzung und erneute Auswertung. Erst ein weiteres Profil zeigt, was sich verändert hat und welcher Engpass als Nächstes bearbeitet werden sollte.
Wesely, Dissertation (2011), gedruckte seiten 38-40
Wo steht Ihre Organisation?
Die Befragung zeigt, welcher Faktor Ihr Wachstum gerade begrenzt. Im Erstgespräch klären wir, wie Sie starten.